Lexikon · Mode & Accessoires

Täschner

Auch: Taschner

Kurz erklärt

Ein Täschner stellt Lederwaren wie Handtaschen, Brieftaschen und Aktentaschen her; in Österreich lautet die amtliche Bezeichnung Taschner. In Deutschland wird das Handwerk heute in der Fachrichtung Feintäschnerei des Ausbildungsberufs Sattler erlernt.

Im Detail

Zur Feintäschnerei gehören das Entwerfen von Lederwaren, das Vorrichten von Außen- und Innenmaterialien sowie das Herstellen und Reparieren von Lederwaren. Davon unterscheiden sich die anderen Fachrichtungen des Sattlers: Die Reitsportsattlerei stellt Sättel her, die Fahrzeugsattlerei führt Polster- und Bezugsarbeiten aus und fertigt Verdecke und Innenverkleidungen.

Einen eigenen Ausbildungsberuf Täschner gibt es in Deutschland seit 2005 nicht mehr. Die Verordnung über die Berufsausbildung zum Sattler/zur Sattlerin, in Kraft seit 1. August 2005, sieht die Fachrichtung Feintäschnerei vor; die bisherigen Berufsbilder Feinsattler, Feintäschner und Täschner sind seither nicht mehr anzuwenden. Gewerberechtlich gehört der Beruf zu „Sattler und Feintäschner“, Nr. 26 der Anlage B Abschnitt 1 der Handwerksordnung.

In Österreich ist der Taschner ein reglementiertes Gewerbe: § 94 Z 53 der Gewerbeordnung 1994 führt ihn als Teil des verbundenen Handwerks „Sattler einschließlich Fahrzeugsattler und Riemer, Ledergalanteriewarenerzeugung und Taschner“.

Häuser im Guide

3 Häuser, in deren Profil „Täschner“ in der Kurzantwort oder den Fakten vorkommt.

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