Im Detail
Nischenparfums gelten als Alternative zur Massenproduktion von Düften: Sie richten sich an ein kleineres Publikum, statt auf den Massenmarkt zu zielen. Die Häuser sind in der Regel kleiner als die großen Duftkonzerne und stellen kleinere Chargen her als Designer- oder Prominentenlinien; oft entstehen die Düfte in Manufakturen.
Vertrieben werden Nischendüfte selektiv, etwa über inhabergeführte Parfümerien und Concept Stores, bei großen Modemarken auch über deren eigene Boutiquen. In Europa und Nordamerika gewann die Nischenparfümerie vor allem in den letzten Jahrzehnten des 20. und den ersten Jahren des 21. Jahrhunderts an Anhängerschaft.
Die Grenze zu Designerdüften ist unscharf geworden: In den 2010er-Jahren kauften internationale Luxuskonzerne viele Nischenlinien und brachten sie in einen breiteren Vertrieb. Viele dieser Düfte sind heute auch in Kaufhäusern erhältlich.