Im Detail
Parfümeurinnen und Parfümeure entwickeln und komponieren im Labor neue Düfte. Sie müssen eine große Zahl von Riechstoffen kennen, sie einzeln und in Kombination unterscheiden können und wissen, wie sich jeder Stoff im Lauf der Zeit entfaltet. Weltweit gibt es nach Angaben der Schweizer Berufsberatung nur etwa 2000 Parfumeure.
Ein staatlich geregelter Ausbildungsweg fehlt: In Deutschland ist Parfümeur kein Ausbildungsberuf, in der Schweiz gibt es keine eidgenössisch reglementierte Ausbildung. Gelernt wird meist im Unternehmen, in der Schweiz betriebsintern nach den Richtlinien der jeweiligen Firma. Als Vorbildung gelten etwa eine Lehre als Laborant oder Drogist oder ein Studium der Chemie, Biologie, Lebensmitteltechnologie oder Pharmazie.
Daneben gibt es spezialisierte Schulen mit anspruchsvoller Aufnahmeprüfung. Als erste Parfümeurschule gilt das ISIPCA in Versailles (seit 1970); 2002 kam das Grasse Institute of Perfumery in Grasse hinzu, einem international bekannten Zentrum der Parfumherstellung. Die Schweizer Berufsberatung schreibt „Parfumeur/Parfumeurin“.